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Gesundheitsschädliche Substanzen in elektronischen Geräten

(socialON) Untersuchung zeigt: Gesundheitsschädliche Substanzen in elektronischen Geräten werden von offiziellen Stellen toleriert.  Mangelnde Aufklärung deutscher Verbraucher über die Gefahren von Cadmium in Fernsehbildschirmen und PC-Monitoren.

Eine neue Umfrage unter erwachsenen Verbrauchern in den USA, Großbritannien und Deutschland hat ergeben, dass nur wenige der befragten Verbraucher die Gefahren von Cadmium kennen. Das hochgiftige Schwermetall Cadmium wird in elektronischen Geräten eingesetzt, die in Privathaushalten weit verbreitet sind – unter anderem in TV-Bildschirmen und PC-Monitoren. Die befragten Verbraucher waren offensichtlich nicht darüber informiert, dass die Verwendung von Cadmium von staatlicher Seite geduldet wird, obwohl bereits geeignete Alternativen existieren und eine maßgebliche Rolle im TV- und Monitormarkt spielen. In jedem Land lehnten drei Viertel der befragten Verbraucher cadmiumhaltige Produkte ab und gaben an, dass sie sicherere Elektronikprodukte kaufen würden, wenn diese kein Cadmium enthielten.

Für die unabhängige Untersuchung wurden zwischen dem 30. November und dem 2. Dezember 2016 1.003 Erwachsene in den USA, 1.005 Erwachsene in Großbritannien und 1.029 Erwachsene in Deutschland im Alter von 18 Jahren und darüber befragt.  Wesentliche Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Umfrage:

Cadmium und seine Verwendung in Home-Elektronikprodukten sind nur wenig bekannt:
o  Nur wenige Verbraucher in diesen drei Ländern kennen Cadmium im Allgemeinen und wissen etwas über seine Verwendung in elektronischen Geräten.
o  Je nach Land wussten zwischen 60 und 80 Prozent der Verbraucher nichts über Cadmium als toxisches Element und Material.
o  Bis zu 78 Prozent der Verbraucher wussten nichts über die laufende oder geplante Verwendung von Cadmium in Konsumelektronikprodukten.
o  Bei erwachsenen Verbrauchern mit höherem Einkommens- und Bildungsniveau sowie jüngeren Verbrauchern (im Alter von 18-24 Jahren) bestand eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie etwas über Cadmium und seine geplante Verwendung in Konsumelektronikprodukten wussten.

Schlussfolgerung: Nach den Kampagnen gegen Blei und Quecksilber müssen sich staatliche Stellen fragen, warum Verbraucher nicht besser über Cadmium informiert werden (z. B. durch Gefahrenkennzeichnung auf Produkten).

Die Verbraucher wollen Fernsehgeräte und Monitore so auswählen, dass kein Cadmium darin enthalten ist, um sicherere Produkte in ihrem Haushalt zu haben:
o  Nach der Information über Cadmium sind Bedenken wegen der Gefahren für die Verbraucher wichtiger als andere Qualitätsfaktoren (Preis, Energieeffizienz, usw.). Die große Mehrheit – bis zu 76 Prozent – der Verbraucher geben an, dass sie lieber ein Produkt ohne Cadmium kaufen würden. Die Meinung hierzu war so klar, dass manche Verbraucher sogar angaben, dass die Vermeidung von cadmiumhaltigen Produkten ihre EINZIGE Motivation beim Kauf eines Fernsehgerätes oder Monitors wäre.

Verbraucher in Deutschland achten besonders auf die Produktsicherheit:
o  Besonders für die deutschen Verbraucher steht die Sicherheit an erster Stelle: 60 Prozent erteilten cadmiumhaltigen Produkten eine entschiedene Absage – auch wenn ein Hersteller behauptet, seine Produkte seien sicher.
o  Vor die Wahl zwischen einem cadmiumhaltigen und einem nicht cadmiumhaltigen Produkt gestellt, würden drei von fünf Deutschen das nicht cadmiumhaltige Produkt wählen, da sie sich oder ihre Familien nicht in Gefahr bringen wollen.

Schlussfolgerung: Staatliche Stellen haben die Pflicht, die Verbraucher über die Risiken von Cadmium aufzuklären, da diese von den Herstellern nicht vollständig informiert werden.

In vielen Ländern gibt es noch keine geeigneten Vorschriften für das Abfallrecycling, was die Gefahren von Cadmium verschärft:
o In der Umfrage wurde festgestellt, dass das Abfallrecycling in Deutschland im Allgemeinen gut entwickelt und verstanden ist. Dies gilt nicht in gleichem Maße für die anderen Länder, in denen die Umfrage durchgeführt wurde, und sogar in Deutschland ist es nicht sicher, ob insbesondere Cadmium kontrolliert wird.

Schlussfolgerung: Die Auswirkungen des Elektronikabfalls von Produkten, die Cadmium enthalten, stellen ernsthafte potenzielle Gefahren für die Gesundheit dar.

Politik nimmt Problem des Verbraucherschutzes nicht ernst genug
„Leider nimmt die Politik das Problem des Verbraucherschutzes weiterhin nicht ernst genug“, erklärt Andrew Gooda, Supply Chain & Compliance Director bei Nanoco. „Die Europäische Kommission trägt die Verantwortung dafür, der Verwendung von Cadmium in Haushaltselektronik ein Ende zu setzen, indem sie keine Ausnahmegenehmigungen für den Einsatz der toxischen Substanz mehr gewährt. Es ist an der Zeit, dass die Verbraucher hierüber Bescheid wissen.“

Über Nanoco:
Nanoco (LSE: NANO) nutzt die Möglichkeiten der Nanotechnologie zur Realisierung besserer und nachhaltigerer Produkte. Auf der Grundlage innovativer Technologien ermöglicht der proprietäre Fertigungsprozess von Nanoco die Großserienproduktion von cadmiumfreien CFQD-Quantenpunkten für zahlreiche Anwendungen:
o  LCD-Display: CFQD-Quantenpunkte von Nanoco bieten den Anwendern erstklassige Farbwiedergabe und Energieeffizienz in Verbindung mit der Sicherheit, dass die Produkte keine toxischen Chemikalien verwenden.
o  Beleuchtungstechnik: CFQD-Quantenpunkte von Nanoco sorgen z. B. in der Pflanzenzucht für sicheres Wachstum.
o  Healthcare: CFQD-Quantenpunkte von Nanoco eröffnen neue, potenziell lebensrettende Bioimaging-Anwendungen.
o  Solartechnik: CFQD-Quantenpunkte von Nanoco ermöglichen die Herstellung künftiger dünner, hocheffizienter und kostengünstiger Solarzellen im Dünnschicht-Druckverfahren.

Nanoco unterhält im Bereich Display nicht-exklusive Lizenzvereinbarungen für Fertigung und Marketing mit der Dow Chemical Company (USA), Merck KGaA (Deutschland) und Wah Hong Industrial Corporation (Taiwan). Mit diesen Partnern und seinen eigenen Produktionsstätten in Runcorn (Großbritannien) realisiert Nanoco den weltgrößten Fertigungsverbund für cadmiumfreie Quantenpunkte.

Nanoco wurde 2001 gegründet und hat seinen Geschäftssitz in Manchester (Großbritannien). Die US-Niederlassung des Unternehmens firmiert als Nanoco Inc. in Concord (Massachusetts, USA). Nanoco wird den Ausbau seines erstklassigen, durch Patente abgesicherten IP-Portfolios durch eigene Innovationen sowie durch Übernahmen fortsetzen.

Die Aktien von Nanoco werden im Hauptmarkt der Londoner Börse unter dem Ticker-Symbol NANO gehandelt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.nanocogroup.com

Pressekontakt in Deutschland:
AxiCom GmbH
Anne Klein
Lilienthalstr. 5
D – 82178 Puchheim
Tel.: 089/800908-23
E-Mail: anne.klein@axicom.com

Quelle: Pressemitteilung AxiCom GmbH vom 25.01.2017.

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