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Feierlicher Abschluss des Breitbandausbaus im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

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Landrat Thomas Müller, Staatssekretärin Ina Maria Ulbrich und Vertreter von neu medianet feiern den erfolgreichen Abschluss des Breitbandausbaus im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Landrat Thomas Müller, Staatssekretärin Ina Maria Ulbrich und Vertreter von neu medianet feiern den erfolgreichen Abschluss des Breitbandausbaus im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Glasfaser als Zukunftsprojekt für den ländlichen Raum

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat einen bedeutenden Meilenstein im digitalen Infrastrukturausbau erreicht. Am 11. Mai 2026 wurde in Altentreptow feierlich der Abschluss des von Bund und Land geförderten Breitbandausbaus in fünf großen Projektgebieten gefeiert. Damit endet eines der größten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre in der Region. Insgesamt wurden mehr als 2.600 Kilometer Glasfaser verlegt und über 16.500 Hausanschlüsse geschaffen.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Projekte in Stavenhagen-Land, Burg Stargard-Trollenhagen, Friedland, Altentreptow sowie Penzlin-Kratzeburg verbessert sich die digitale Versorgung für tausende Haushalte, Unternehmen, Schulen und öffentliche Einrichtungen erheblich. Gerade in einer ländlich geprägten Region wie der Mecklenburgischen Seenplatte gilt ein leistungsfähiges Glasfasernetz inzwischen als unverzichtbare Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung, moderne Bildung und attraktive Lebensbedingungen.

Die offizielle Feier fand in der Stadtbibliothek Altentreptow statt. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft blickten dabei auf siebeneinhalb Jahre intensiver Bauarbeiten und Planung zurück.

Breitbandausbau als wichtiger Standortfaktor

Landrat Thomas Müller betonte während seiner Begrüßung die enorme Bedeutung moderner Breitbandnetze für die Zukunftsfähigkeit des Landkreises. Schnelles Internet sei längst kein Luxus mehr, sondern gehöre zur grundlegenden Infrastruktur einer Region. Besonders Unternehmen seien auf hohe Datenübertragungsraten angewiesen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Im Zuge des Ausbauprojekts wurden insgesamt 471 Gewerbebetriebe an das neue Glasfasernetz angeschlossen. Gerade mittelständische Unternehmen profitieren von stabilen und schnellen Internetverbindungen, die neue digitale Geschäftsmodelle ermöglichen und Arbeitsprozesse effizienter gestalten.

Doch nicht nur die Wirtschaft profitiert von der neuen Infrastruktur. Auch die Bildungslandschaft wurde nachhaltig gestärkt. Insgesamt 21 Schulen erhielten einen direkten Glasfaseranschluss. Dadurch verbessern sich die Voraussetzungen für digitales Lernen erheblich. Moderne Unterrichtskonzepte, Cloud-Lösungen, digitale Lernplattformen und hybride Unterrichtsmodelle können nun deutlich zuverlässiger umgesetzt werden.

Thomas Müller unterstrich außerdem die Bedeutung des Ausbaus für Familien und junge Menschen. Wer junge Menschen langfristig in der Region halten oder neue Einwohner gewinnen wolle, müsse vergleichbare digitale Bedingungen wie in Großstädten schaffen. Der Ausbau sei deshalb nicht nur ein technisches Projekt gewesen, sondern zugleich eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des gesamten Landkreises.

neu-medianet setzte Großprojekt um

Für die praktische Umsetzung des Projekts war die neu-medianet GmbH verantwortlich. Das Tochterunternehmen der Neubrandenburger Stadtwerke koordinierte und realisierte den Ausbau in den fünf Fördergebieten.

Geschäftsführer Ingo Meyer erinnerte daran, dass das Unternehmen bereits beim Glasfaserausbau in Neubrandenburg wichtige Erfahrungen gesammelt hatte. Diese Erfahrungen seien entscheidend gewesen, um ein Projekt dieser Größenordnung erfolgreich bewältigen zu können.

Insgesamt wurden während der Bauzeit rund 1.149 Kilometer Trasse errichtet und beeindruckende 2.636 Kilometer Glasfaserkabel verbaut. Die Bauarbeiten erstreckten sich über zahlreiche Gemeinden und Ortsteile innerhalb der Mecklenburgischen Seenplatte. Viele Bauabschnitte mussten unter anspruchsvollen Bedingungen umgesetzt werden, da weite Strecken durch dünn besiedelte ländliche Gebiete führten.

Trotz der Größe des Projekts konnten die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen werden. Die Investitionssumme belief sich auf rund 83 Millionen Euro, die über Fördermittel des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt wurden.

Fünf Projektgebiete mit tausenden neuen Anschlüssen

Die fünf abgeschlossenen Ausbaugebiete umfassen unterschiedliche Regionen innerhalb des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Dabei entstanden insgesamt 16.538 neue Hausanschlüsse.

Besonders umfangreich fiel der Ausbau im Projektgebiet Friedland aus. Dort wurden mehr als 253 Kilometer Trasse gebaut und über 521 Kilometer Glasfaser verlegt. Mehr als 3.000 Hausanschlüsse konnten allein in diesem Bereich geschaffen werden.

Auch im Ausbaugebiet Altentreptow wurden große Fortschritte erzielt. Hier entstanden über 452 Kilometer Glasfaserleitungen sowie mehr als 3.300 Hausanschlüsse. Zusätzlich wurden fünf Schulen und 129 Gewerbebetriebe angeschlossen.

Im Projektgebiet Penzlin-Kratzeburg wurden sogar sechs Schulen an das Glasfasernetz angebunden. Insgesamt entstanden dort über 558 Kilometer Glasfaserinfrastruktur.

Die Zahlen zeigen deutlich, wie umfangreich der Ausbau tatsächlich war. Das Projekt zählt zu den größten Infrastrukturmaßnahmen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte der vergangenen Jahre.

Förderprogramm für sogenannte Weiße Flecken

Grundlage des Projekts war das sogenannte Weiße-Flecken-Programm des Bundes. Seit dem Jahr 2015 stellt der Bund Fördermittel für Regionen bereit, die bislang nur unzureichend mit schnellem Internet versorgt waren. Insgesamt wurden bundesweit rund 17 Milliarden Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung gestellt.

Als förderfähig galten Gebiete, in denen weniger als 30 Mbit pro Sekunde verfügbar waren. Vor allem ländliche Regionen litten lange unter langsamen Internetverbindungen, da ein eigenwirtschaftlicher Ausbau für Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich oft nicht attraktiv war.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden insgesamt 20 Projektgebiete definiert, für die Fördermittel in Höhe von rund 360 Millionen Euro vorgesehen sind. Die Landkreise übernehmen dabei eine zentrale Koordinierungsfunktion und stellen sicher, dass die Projekte den Vorgaben des Bundes entsprechen.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der fünf Ausbaugebiete wurde ein wichtiger Teil dieses langfristigen Infrastrukturprogramms realisiert.

Neue Gigabitförderung bereits in Planung

Während die Arbeiten in den aktuellen Fördergebieten abgeschlossen wurden, laufen bereits die Vorbereitungen für weitere Ausbauprojekte. Im April 2023 startete mit der Gigabitförderung 2.0 das sogenannte Graue-Flecken-Programm.

Dabei wurden die Förderbedingungen nochmals erweitert. Förderfähig sind nun Regionen mit weniger als 200 Mbit symmetrischer Geschwindigkeit beziehungsweise weniger als 500 Mbit im Download. Dadurch können künftig auch Gebiete unterstützt werden, die zwar bereits Internetanschlüsse besitzen, aber noch nicht über leistungsfähige Gigabitnetze verfügen.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat bereits drei neue Projektgebiete definiert und erfolgreich Fördermittel beantragt. Die vorläufigen Zuwendungsbescheide liegen vor. Aktuell befindet sich die Verwaltung in der Ausschreibungsphase.

Damit wird der Glasfaserausbau in der Region auch in den kommenden Jahren konsequent fortgesetzt.

Digitale Infrastruktur wird zum Wettbewerbsvorteil

Der erfolgreiche Ausbau zeigt eindrucksvoll, wie stark moderne Glasfasernetze die Entwicklung ländlicher Regionen beeinflussen können. Homeoffice, digitale Verwaltung, Streaming, Cloud-Dienste und moderne Bildungsangebote setzen stabile und schnelle Internetverbindungen voraus.

Besonders für strukturschwächere Regionen entsteht durch leistungsfähige Breitbandnetze ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Unternehmen können Standorte langfristig sichern, neue Arbeitsplätze schaffen und digitale Geschäftsmodelle etablieren. Gleichzeitig steigt die Attraktivität für Familien und Fachkräfte.

Die Mecklenburgische Seenplatte positioniert sich mit dem abgeschlossenen Ausbauprojekt zunehmend als moderner und digital gut angebundener Landkreis. Die Kombination aus hoher Lebensqualität, Naturraum und leistungsfähiger Infrastruktur wird künftig noch stärker an Bedeutung gewinnen.

Feierlicher Abschluss mit zahlreichen Gästen

An der Abschlussveranstaltung in Altentreptow nahmen zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft teil. Neben Landrat Thomas Müller waren unter anderem die Staatssekretärin im Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern, Ina-Maria Ulbrich, sowie Vertreter der Projektträgergesellschaft Aconium anwesend.

Auch Altentreptows Bürgermeisterin Claudia Ellgoth würdigte die Bedeutung des Projekts für die Region. Der Glasfaserausbau gelte als wichtiger Schritt für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung vieler Gemeinden.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der fünf Projektgebiete endet ein bedeutendes Kapitel im digitalen Ausbau der Mecklenburgischen Seenplatte. Gleichzeitig markiert die Fertigstellung den Beginn einer neuen Phase, in der leistungsfähige Gigabitnetze immer stärker zum Standard werden.

Quelle und Bild: Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, 11.05.2026

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