Aufklärung ist immer noch der beste Schutz / Pornofilter als weiterer Schritt zur Zensur

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(socialON) Die Piratenfraktion im Landtag des Saarlandes weist den Vorstoß des CSU-Jugendschutzexperten, Norbert Geis, spezielle Filter und verbindliche Altersbeschränkungen einzusetzen, um Kinder und Jugendliche vor pornografischen Inhalten im Internet zu schützen, entschieden zurück.
 
Dazu Jasmin Maurer, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion:
„Durch solche Filter werden pornografische Angebote erst recht interessant. Nicht der Schutz vor pornografischen Inhalten, sondern der sinnvolle Umgang damit sollte von den Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder thematisiert werden. Die Menschen brauchen hier den ‚Schutz‘ des Staates nicht.
 
Vielmehr ist es notwendig, dass Jugendliche aufgeklärt werden, dass Pornographie in erster Linie ein Geschäftsmodell ist und nicht unbedingt mit Intimität, Partnerschaft und Sexualität gleichgesetzt werden kann.
 
Zudem besteht die Gefahr, dassdie Filter mehr als nur pornografische Angebote zensieren. Dieser Zensuraspekt wurde bereits ausgiebig unter dem Stichwort #Zensursula und #Kindernet debattiert und die Idee schließlich unter dem öffentlichen Druck fallen gelassen.“

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