Elektronische Vertrauensdienste erleichtern die Verwaltung

0
264
Behörden müssen E-Government in Deutschland entschieden voran bringen
Elektronische Vertrauensdienste erleichtern die Verwaltung

(socialON) Elektronische Vertrauensdienste erleichtern die Verwaltung. Berg: „Behörden müssen E-Government in Deutschland entschieden voran bringen“. eIDAS Summit findet heute in Berlin statt.

eIDAS-Verordnung für elektronische Identifizierungen

Seit dem 1. Juli 2016 regelt die eIDAS-Verordnung elektronische Identifizierungen innerhalb der EU. Unternehmen können dadurch in allen Mitgliedsstaaten Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen anbieten. Zum Stand der Umsetzung der eIDAS-Regeln veranstaltet Bitkom in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie heute den eIDAS Summit in Berlin. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Die eIDAS-Verordnung ist ein Meilenstein für die Digitalisierung der Verwaltung. Die EU hat damit die Basis für eine europaweite, rechtsgültige elektronische Kommunikation und sichere elektronische Identifizierung geschaffen. Und das war dringend notwendig.“ So ermögliche die Verordnung neue Werkzeuge wie elektronische Signaturen, Siegel, Zeitstempel, Zustelldienste und Zertifikate zur Authentifizierung. Auch für die Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen seien dies wichtige Instrumente.

Berg weiter: „Gerade in Deutschland fehlt es noch an zeitgemäßen Lösungen, um die Arbeit mit und innerhalb von Behörden einfacher, schneller und sicherer zu machen. Jetzt gilt es, diese Chance für Bürger und Unternehmen gleichermaßen zu nutzen.“ Die Digitalisierung von Zeugnissen wäre beispielweise ein erster, sehr wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer papierlosen Verwaltung. Gleichzeitig warnt Berg vor regulatorischen Alleingängen in Deutschland. „Entscheidend ist, dass wir uns die Möglichkeiten der eIDAS-Verordnung in Deutschland nicht durch eine spezielle Regulierung verbauen.“

Bitkom fordert deswegen, gesetzliche Hürden für E-Government-Lösungen abzubauen und neue Regelungen immer im Einklang mit der EU-Norm zu verabschieden. Berg: „Nur wenn wir einen gemeinsamen Rechtsrahmen haben, kann die Digitalisierung in Europa voranschreiten. Die Behörden müssen E-Government in Deutschland entschieden voran bringen.“

Ihre Ansprechpartner sind:
Christoph Krösmann
Pressesprecher
T +49 30 27576-125
c.kroesmann@bitkom.org

Rebekka Weiß
Referentin Datenschutz
T +49 30 27576-161
r.weiss@bitkom.org

Über bitkom

Bitkom vertritt mehr als 2.500 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.700 Direktmitglieder. Sie erzielen allein mit IT- und Telekommunikationsleistungen jährlich Umsätze von 190 Milliarden Euro, darunter Exporte in Höhe von 50 Milliarden Euro. Die Bitkom-Mitglieder beschäftigen in Deutschland mehr als 2 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 400 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Geräte und Bauteile her, sind im Bereich der digitalen Medien tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 80 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils 8 Prozent kommen aus Europa und den USA, 4 Prozent aus anderen Regionen. Bitkom fördert und treibt die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft und setzt sich für eine breite gesellschaftliche Teilhabe an den digitalen Entwicklungen ein. Ziel ist es, Deutschland zu einem weltweit führenden Digitalstandort zu machen.

Quelle: Pressemitteilung bitkom vom 22.03.2018.
Bildquelle: pixabay.com