Digitalisierung sorgt für mehr Jobs in der Logistik

0
14

(socialON) Digitalisierung sorgt für mehr Jobs in der Logistik. Unternehmen erwarten unter dem Strich zusätzliche Arbeitsplätze. 72 Prozent sehen steigenden Bedarf an Logistik-Fachkräften mit entsprechender Ausbildung. Weltweite Leitmesse „transport logistic“ startet am Dienstag in München.

Drohnen, die selbsttätig die Inventur in Lagerhallen durchführen, oder technische Hilfsmittel wie Datenbrillen und intelligente Handschuhe werden die Logistik in den kommenden Jahren verändern. Statt Arbeitsplätze zu vernichten, werden die neuen Technologien für mehr Beschäftigung sorgen. So gehen 43 Prozent der Unternehmen, in denen heute Logistikprozesse stattfinden, davon aus, dass die Anzahl der Beschäftigten in der Logistik in den kommenden zehn Jahren steigen wird. Dagegen erwarten nur 37 Prozent einen Stellenrückgang. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 508 Unternehmen mit Logistikprozessen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Drei Viertel (77 Prozent) der Unternehmen gehen davon aus, dass die Logistik in zehn Jahren ein attraktiver Arbeitgeber für Berufseinsteiger sein wird.

„Die Logistik ist heute schon eine der am stärksten digitalisierten Branchen. In den kommenden Jahren aber werden wir in der Logistik geradezu revolutionäre Veränderungen durch die Digitalisierung erleben“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Durch die Digitalisierung der Logistik werden sich die Anforderungen an die Mitarbeiter stark verändern. Aus- und Weiterbildung kommt dabei eine zentrale Rolle zu – dabei sind die Unternehmen ebenso gefordert wie jeder einzelne Mitarbeiter.“

Künftig werden vor allem qualifizierte Fachkräfte hervorragende Chancen in der Logistik haben. Zwar gehen 39 Prozent der Unternehmen davon aus, dass die Anzahl der Logistik-Beschäftigten mit einfachen, unterstützenden Tätigkeiten in den kommenden zehn Jahren sinken wird, weitere 24 Prozent rechnen sogar damit, dass sie stark sinken wird. Auf der anderen Seite erwarten aber nur 7 Prozent, dass die Anzahl der Logistik-Fachkräfte mit einer entsprechenden Ausbildung zurückgeht. 58 Prozent sind sicher, dass ihre Zahl steigen wird, weitere 14 Prozent rechnen sogar damit, dass sie stark steigen wird. „Digitalisierung kann ein echter Job-Motor sein, wenn es uns gelingt, die Menschen mitzunehmen. Lernen und Qualifizierung – und zwar nicht nur in der Schule, sondern über das gesamte Berufsleben hinweg – ist dafür der Schlüssel“, sagt Rohleder. „Unternehmen sollten schon heute dafür sorgen, ihre Mitarbeiter entsprechend fortzubilden und zu qualifizieren.“

Die Digitalisierung der Logistik ist auch Thema auf der transport logistic in München vom 9. bis 12. Mai 2017. Bitkom wird sich auf der weltweiten Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management in einer eigenen Session (11. Mai, 12-13.30 Uhr) mit der Frage „Von A nach B – wie die Digitalisierung die Lieferkette revolutioniert!“ beschäftigen. Im Mittelpunkt steht dabei, welchen Nutzen Logistiker aus Drohnen, Robotern, Wearables, Blockchain, Algorithmen, Physical Internet, Urban Logistics, Big Data und ähnlichen Trend-Themen ziehen können. Wie finden Unternehmen heraus, was sie in Zukunft wirklich brauchen? Und was erwarten bereits heute Kunden und Geschäftspartner an digitalen Lösungen?

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 508 Unternehmen ab 50 Mitarbeitern mit Logistikprozessen aus allen Branchen befragt. Die Fragestellung lautete: „Welche Auswirkung wird die Digitalisierung auf die Anzahl der Arbeitsplätze in der Logistik allgemein in den kommenden zehn Jahren haben?“

Ihre Ansprechpartner:
Andreas Streim
Pressesprecher
T +49 30 27576-112
a.streim@bitkom.org

Julia Miosga
Bereichsleiterin Handel & Logistik
T +49 30 27576-145
j.miosga@bitkom.org

Bitkom vertritt mehr als 2.400 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.600 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, 300 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 78 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils 9 Prozent kommen aus Europa und den USA, 4 Prozent aus anderen Regionen. Bitkom setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.

Quelle: Pressemitteilung bitkom vom 04.05.2017.