Vorteile für Pendler: Digitalisierung städtischer Parkflächen

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Vorteile für Pendler: Digitalisierung städtischer Parkflächen

Möglichkeiten und Vorteile der Digitalisierung im Bereich Parken in der Landeshauptstadt Wiesbaden

(socialon) Der städtische Mobilitätsdienstleister ESWE Verkehr stattet im Rahmen des Projektes DIGI-P (Digitalisierung des Parkens) vier Parkflächen im Stadtgebiet mit Parkplatzsensoren aus. Diese können künftig die Parkplatzbelegung automatisch digital erfassen und Echtzeit-Informationen öffentlich bereitstellen. So kann der knappe öffentliche Parkraum besser genutzt, die Parkplatzsuche für Autofahrer verkürzt und die Verkehrssteuerung insgesamt verbessert werden. Darüber hinaus soll das neue System zur besseren Verknüpfung des Autoverkehrs mit Angeboten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), zum Beispiel auf P+R-Parkflächen, beitragen.

Die Belegungsdaten werden mittels Bodensensoren erfasst und in das städtische digitale Verkehrssteuerungssystem DIGI-V und den Mobilitätsdaten-Marktplatz (MDM) eingespeist. Die Informationen können dann beispielsweise durch Navigationsdienste genutzt werden. In einem weiteren Schritt ist vorgesehen, dass die Daten für die Parkplatz-Nutzer direkt online abrufbar werden.

Die praktische Umsetzung dieses Pilotprojektes beginnt bereits in der kommenden Woche. Zunächst werden die P+R-Parkplätze Moltkering und Hauptbahnhof (Teilabschnitt zw. Salzbach- und Gartenfeldstraße) sowie die straßenbegleitenden Pkw-Stellplätze an der Friedrich-Ebert-Allee – zwischen Einmündung Lessingstraße beziehungsweise Viktoria-Luise-Straße – mit Bodensensoren ausgestattet. Mit Inbetriebnahme des Systems können dann die Echtzeitdaten von insgesamt 488 Stellplätzen erfasst und ausgewertet werden. Bis das System dann vollständig einsatzbereit ist, wird es jedoch noch einige Wochen dauern.

Zur Vorbereitung der Sensorik-Installation werden auf dem P+R-Parkplatz Moltkering ab Montag die bislang fehlenden Stellplatzmarkierungen hergestellt. Diese geben den Parkenden bessere Orientierung und ermöglichen ein geordnetes Parken sowie eine effizientere Ausnutzung des Parkplatzes. Dadurch wird sichergestellt, dass die parkenden Fahrzeuge von den Sensoren erkannt werden und die Auskunft über die Parkplatzauslastung valide ist.

Mit dem P+R-Parkplatz Mainzer Straße Ost wird einige Wochen später eine vierte Parkfläche im Rahmen des Projektes ertüchtigt und mit Bodensensoren ausgestattet. Die Erprobung der Sensorik-Systeme auf den vier Flächen und die Evaluation der gewonnenen Daten und Erfahrungen erfolgen während eines zweijährigen Pilotbetriebs. Für die vorbereitenden Arbeiten und die Installation der Bodensensoren werden die genannten Parkplätze in der kommenden Woche abschnittsweise gesperrt.

Neben dem Pilotprojekt zum Einsatz digitaler Parkraumtechnik wurde unter Federführung von ESWE Verkehr ein Parkraummanagementkonzept für die Landeshauptstadt Wiesbaden erstellt. Auch hier sind Empfehlungen zum verstärkten Einsatz digitaler Parkraumtechnik enthalten.

Quelle: Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden
Bildquelle: pixabay