Home Allgemein Digitalmedizin: Chancen und Herausforderungen für Ärzte und Startups
Allgemein

Digitalmedizin: Chancen und Herausforderungen für Ärzte und Startups

Teilen Sie
Digitalmedizin
Viele Ärzte sehen Digitalmedizin wie neue Medikamente, die erstmal geprüft werden müssen, ob sie halten, was sie versprechen.
Teilen Sie

Digitalmedizin: Chancen und Herausforderungen für Ärzte und Startups

(socialON) Ob Demenzvorsorge durch intuitive Apps, anonyme Überprüfung der Krankenhaushygiene mittels IoT-Sensoren oder Virtual-Reality-Anwendungen, um halbseitig gelähmten Menschen ein eigenständiges Leben zu ermöglichen – zahlreiche eHealth-Startups präsentieren auf der DMEA ihre Innovationen. Dabei verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: Das Leben von Patienten, Ärzten und Pflegepersonal leichter zu machen. Doch bis Startups ihre Innovationen im Gesundheitsmarkt etabliert haben, ist es oft ein weiter Weg.

„Viele Ärzte sehen Digitalmedizin wie neue Medikamente oder neue Behandlungsmethoden, die erstmal geprüft werden müssen, ob sie das halten, was sie versprechen“, sagt PD Dr. Maike Henningsen, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, und fügt hinzu: „eHealth-Lösungen müssen also evidenzbasiert sein.“ Doch gerade für Startups sei dieser evidenzbasierte Ansatz nicht leicht umzusetzen, sagt Vivian Otto, Geschäftsführerin des eHealth-Startups Jourvie, das sich für die Prävention und Behandlung von Essstörungen einsetzt. „Wer am Markt ernst genommen werden möchte, braucht evidenzbasierte Studien, am besten noch eine Medizinproduktzertifizierung. Mit diesem Gesamtpaket kann man dann an die Kostenerstatter herantreten. Doch um dieses Paket zusammenzustellen, braucht es sehr viel Zeit.“ Gerade Startups fehlen dafür jedoch häufig die personellen und finanziellen Ressourcen. Hier können Kooperationen mit etablierten Akteuren ein Lösungsansatz sein. Jourvie habe beispielsweise die Kooperation mit der AOK Nordost geholfen, um ihr digital unterstütztes Vorsorgeprogramm zur Früherkennung von Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen in den Markt zu bringen.

Mit dem Startup-Café bietet die DMEA eine Plattform, um Startups mit potenziellen Geschäftspartnern und Investoren in Kontakt zu bringen. Hier können sich auch Ärzte informieren, denn häufig fehle der Überblick, sagt Dr. Maike Henningsen. „Apps beispielsweise, die aus der Ärzteschaft heraus entwickelt wurden, haben einen Vertrauensbonus. Aber wie sieht es mit anderen Anbietern aus? Da fehlen häufig Informationen, was die Apps können und für wen sie geeignet sind. Wir brauchen Regularien und eine bessere Vergleichbarkeit, um sie richtig bewerten zu können.“

Natürlich stelle sich bei Startups aber auch die Frage, wie die jungen Unternehmen langfristig aufgestellt seien. „Gibt es die in ein paar Jahren noch? Was passiert, wenn sie gekauft werden? Wie sieht es mit der Maintenance aus?“ Hier brauche es einen besseren Austausch zwischen Ärzteschaft und Unternehmen. „Wir müssen besser verstehen, was die andere Seite bewegt, um die Digitalmedizin in Deutschland nach vorne zu bringen,“ postuliert Henningsen.

Die entsprechende Plattform für diesen Austausch bietet die DMEA mit einem umfangreichen Programm.

Pressekontakt:
Bundesverband
Gesundheits-IT – bvitg e. V.
Natalie Gladkov
Pressereferentin
Friedrichstraße 200
10117 Berlin
Tel.: +49 30 20622 5818
Fax: +49 30 20622 5869
natalie.gladkov@bvitg.de

Quelle: Pressemitteilung bvitg e. V. vom 20.03.2019
Bildquelle: pixabay.com

Teilen Sie
Weitere Beiträge
Interaktive Station im Intel Pop-Up Store: Besucher testen modernste Hardware und erleben Technologie zum Anfassen.
Allgemein

Intel Pop-Up Store: Der interaktive Store im Kustermann Block

Der Intel Pop Up Store im Kustermann Block präsentiert sich als innovativer...

Digitale Innovationen auf der Agritechnica 2025 in Hannover: Smart Farming, KI und Robotik prägen die Zukunft der Landwirtschaft.
AllgemeinBusiness

Die Digitalisierung im Betrieb auf der Agritechnica 2025

Vom 9. bis 15. November 2025 wird Hannover erneut zum Zentrum der...

Mehr als 23.000 Teilnehmende auf der Smart Country Convention 2025 in Berlin – ein starkes Signal für den digitalen Aufbruch. Bild: pixabay.com
Allgemein

Mehr als 23.000 Teilnehmende auf der Smart Country Convention 2025

Die Smart Country Convention 2025 in Berlin hat eindrucksvoll gezeigt, dass die...

Preis für digitales Miteinander 2025: Sechs beeindruckende Projekte stehen auf der Shortlist und zeigen, wie Digitalisierung gesellschaftlich wirkt. Bild: pixabay
AllgemeinSocial Media News

Preis für digitales Miteinander 2025: Sechs beeindruckende Projekte auf der Shortlist

Ein Zeichen für digitale Teilhabe und gesellschaftlichen Fortschritt Die Digitalisierung verändert unsere...